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Zeller Handbuch Betriebsvereinbarungen

Vorwort

Bildschirmarbeit, Verhaltensregeln im Betrieb, Rauchverbote, Überwachungskameras, Pensionskassen: All diese modernen Phänomene in der Arbeitswelt sollen einvernehmlich von Betriebsinhaber und Belegschaft in Form von Betriebsvereinbarungen geregelt werden. Auch wenn der Gesetzgeber die Lohnpolitik nicht den Betriebsvereinbarungen überantwortet hat, bleiben noch vielfältige Bereiche, die den Gegenstand einer Betriebsvereinbarung bilden können, übrig. Die laufend erweiterten Aufzählungen in den §§ 96 – 97 ArbVG und in arbeitsrechtlichen Nebengesetzen wie dem AZG und dem UrlG zeigen dies augenscheinlich. In den letzten Jahren haben Betriebsvereinbarungen vermehrt Bedeutung bei der Bewältigung wirtschaftlicher Schwierigkeiten von Unternehmen erlangt. Betriebsvereinbarungen sind ein Ausdruck für ein vernünftiges „betriebliches Miteinander“, das sich in einem guten Betriebsklima, Motivation und Identifikation mit dem Unternehmen äußert.

Diese Bedeutung von Betriebsvereinbarungen hat uns veranlasst, dem Zeller Kommentar neben dem „Zeller Handbuch Arbeitsvertrags-Klauseln“ eine zweite Schwester zum Thema Betriebsvereinbarungen beizugeben. Das Handbuch arbeitet die gesetzlich vorgesehenen Betriebsvereinbarungen systematisch auf und grenzt sie voneinander ab. Schließlich widmet es sich ausführlich dem in der Praxis wichtigen Phänomen der sogenannten „unechten“ oder „freien Betriebsvereinbarungen“.

Die Bearbeitungen folgen wieder einem einheitlichen Schema. In der „Einführung“ werden Gesetzeslage und Regelungszweck erklärt, in den „Konzeptionen“ charakteristische Gestaltungen analysiert und in den „Rechtsfolgen“ die rechtlichen Auswirkungen beleuchtet.

Wir haben uns bemüht, durch Beispiele, Hinweise und Muster dem mit der Errichtung und der Kontrolle von Betriebsvereinbarungen befassten Personenkreis klare und verständliche Grundlagen für eine rechtswirksame, faire und ausgewogene Gestaltung von Betriebsvereinbarungen zu geben. Dieses Ziel spiegelt sich in der Auswahl der Bearbeiterinnen und Bearbeiter aus wichtigen Bereichen des Arbeitsrechts – Universitäten, Kammern, Rechts- und Personalabteilungen, Rechtsanwaltschaft, Gerichte – wider.

Die Handlichkeit des Werks erforderte Beschränkungen bei der Durchdringung von Problemen und bei der Auswahl von Rechtsprechung und Lehre. Das Streben nach Kürze und Lesbarkeit veranlassten uns auch dazu, im Text auf die gleichberechtigte Verwendung beider Geschlechter zu verzichten. Die Verwendung männlicher Formen bezieht sich in gleicher Weise auf die weiblichen Entsprechungen.

20 qualifizierte Autorinnen und Autoren haben naturgemäß unterschiedliche Herangehensweisen. Als Herausgeber waren wir in intensivem Zusammenwirken mit den Autorinnen und Autoren bestrebt, Homogenität in Darstellung und Umfang der behandelten Materien zu erreichen.

Großen Dank schulden wird den Kolleginnen und Kollegen des Innsbrucker Instituts: Frau Stud.-Ass. Nilay Kilic war intensiv mit der Durchsicht der Manuskripte befasst, Frau Univ.-Ass. Mag. Verena Vinzenz und Herr Univ.-Ass. MMag. Michael Rück haben bei der Kontrolle von Manuskripten und Druckfahnen sowie bei der Aufbereitung von Verzeichnissen wertvolle Unterstützung geleistet. Frau Erika Riedl schließlich haben wir für die technische Umsetzung der aufbereiteten Texte zu danken.

Unermüdliche Recherchearbeiten und Unterstützungsleistungen bei der redaktionellen Fertigstellung der Betriebsvereinbarungen 27 – 29 hat Frau RAA Mag. Manuela Morscher LL. M. erbracht. Das Stichwortverzeichnis wurde mit tatkräftiger Hilfe von Frau MMag. Teresa Millinger-Neumayr erstellt.

Das Werk hätte ohne die professionelle und engagierte Unterstützung aus dem Hause MANZ nicht entstehen können – für das uns entgegengebrachte Vertrauen möchten wir uns aufrichtig bedanken. Wiederum war uns Frau Mag. Anita Hiebler eine aufmerksame Begleiterin, die über ihre Arbeit als Lektorin hinaus den Fortgang des Werks in Schwung gehalten hat.

Ein herzliches Dankeschön auch allen Partnerinnen, Partnern und Kindern der Bearbeiterinnen und Bearbeiter, dass sie ihnen die nötige Zeit und Ruhe für die intensive Arbeit gegeben haben.

So hoffen Autoren, Autorinnen und Herausgeber, dass das neue Handbuch ebensolchen Anklang findet wie die schon vorhandenen Mitglieder der „Zeller Familie“!

Zell am See, im August 2014
Gert-Peter Reissner, Matthias Neumayr