Für Arbeitsrecht auf höchstem Niveau!

Zeller Handbuch Arbeitsvertrags-Klauseln

Vorwort

In zunehmendem Maß sind die Gerichte mit der Vertragsgestaltung und der Inhaltskontrolle von Arbeitsverträgen befasst. Das Phänomen kommt nicht überraschend: Zum einen hat sich die wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas intensiviert. Zum anderen bewirkt die unionsrechtlich begründete Verpflichtung zur Ausstellung von Dienstzetteln, dass die wesentlichen Bedingungen von Arbeitsverhältnissen – durchaus sinnvoll – gleich in schriftlichen Verträgen festgelegt werden. Diese Entwicklung hat uns veranlasst, dem Zeller Kommentar zum Arbeitsrecht eine Schwester in Form eines Handbuchs beizugeben, in dem – nach einem Allgemeinen Teil über die Gestaltung von Arbeitsverträgen – typische Vertragsklauseln systematisch dargestellt werden. Die Bearbeitungen folgen einem einheitlichen Schema. In der „Einführung“ werden Gesetzeslage und Klauselzweck erklärt, in den „Konzeptionen“ charakteristische Klauselgestaltungen analysiert und in den Folgen die Auswirkungen auf den Gebieten des Arbeitsrechts, des Steuerrechts und des Sozialversicherungsrechts beleuchtet. Die beiden letztgenannten Bereiche wurden jeweils von Stb Mag. Alexander Hofer – basierend auf Vorarbeiten von Frau Mag. Jessica Ghahramani – bearbeitet.

Wir haben uns bemüht, durch Beispiele, Hinweise und Klauselmuster dem mit der Vertragserrichtung und der Vertragskontrolle befassten Personenkreis klare und verständliche Grundlagen für eine rechtswirksame, faire und ausgewogene Vertragsgestaltung zu geben. Wir streben auch an, einen Diskussionsprozess über die Möglichkeiten und Grenzen konkreter vertraglicher Gestaltungen im österreichischen Arbeitsrecht auszulösen, um letztlich im fachlichen Austausch mit Rechtsprechung und Lehre zu besseren Arbeitsverträgen für die Praxis zu kommen. Diese Zielrichtungen spiegeln sich in der Auswahl der Bearbeiterinnen und Bearbeiter aus wichtigen Bereichen des Arbeitsrechts – Universitäten, Kammern, Rechts- und Personalabteilungen, Rechtsanwaltschaft, Gerichte – wider.

Die Handlichkeit des Werks erforderte Beschränkungen bei der Durchdringung von Problemen und bei der Auswahl von Rechtsprechung und Lehre. Das Streben nach Kürze und Lesbarkeit veranlasste uns auch dazu, im Text auf die gleichberechtigte Verwendung beider Geschlechter zu verzichten. Die Verwendung männlicher Formen bezieht sich in gleicher Weise auf die weiblichen Entsprechungen.

Gerade bei einem für Österreich neuartigen Konzept bewirkt die Zahl von 18 qualifizierten Autorinnen und Autoren naturgemäß unterschiedliche Arbeits- und Darstellungsweisen. Als Herausgeber waren wir in intensivem Zusammenwirken mit den Bearbeiterinnen und Bearbeitern bestrebt, Homogenität in Darstellung und Umfang der behandelten Materien zu erreichen.

Das Werk hätte ohne die professionelle und engagierte Unterstützung aus dem Hause MANZ nicht entstehen können. Wiederum war uns Frau Mag. Anita Hiebler eine aufmerksame Begleiterin, die über ihre Arbeit als Lektorin hinaus die richtigen Worte gefunden und Taten gesetzt hat, um den Fortgang des Werks in Schwung zu halten. Frau Mag. Susanne Stein-Dichtl, Frau MMag. Judith Gerngross-Langthaler, Herrn Dr. Wolfgang Pichler und Herrn Mag. Heinz Korntner danken wir für das Vertrauen, das sie uns entgegengebracht haben. Ein herzliches Dankeschön auch allen Partnerinnen, Partnern und Kindern der Autorinnen und Autoren, dass sie ihnen die nötige Zeit und Ruhe für die intensive Arbeit gegeben haben. So hoffen alle Mitwirkenden, dass das neue Handbuch ebensolchen Anklang findet wie der Zeller Kommentar!

Zell am See, im März 2010
Gert-Peter Reissner, Matthias Neumayr